Als Abgrenzung zum biomedizinischen Paradigma, das Gesundheit als „Abwesenheit von Krankheit“ definiert, ist der Gesundheitsbegriff der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 1984 weit verbreitet:

„Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen. (WHO 1986)“

Weiterhin veröffentlichte die WHO im selben Dokument eine Definition für Gesundheitsförderung:

"Gesundheitsförderung ist ein Prozess, der Menschen befähigen soll, mehr Kontrolle über ihre Gesundheit zu erlangen und sie zu verbessern durch Beeinflussung der Determinanten für Gesundheit."(WHO 1986)

Basierend auf diesen Definitionen wurden 1997 in Jakarta/Indonesien Prioritäten entwickelt, welche die Gesundheitsförderung in das 21.Jhdt. bringen sollten:

  • Förderung sozialer Verantwortung für Gesundheit
  • Ausbau der Investitionen in die Gesundheitsentwicklung
  • Festigung und Ausbau von Partnerschaften für Gesundheit
  • Stärkung der gesundheitsfördernden Potenziale von Gemeinschaften und der Handlungskompetenzen des Einzelnen
  • Sicherstellung einer Infrastruktur für die Gesundheitsförderung

Mittlerweile wurde diese Definition von mehreren Forschern aufgegriffen und weiterentwickelt. So bezeichnet Klaus Hurrelmann in seinem Buch "Gesundheitssoziologie"

"Gesundheit ist das Stadium des Gleichgewichtes von Risikofaktoren und Schutzfaktoren, das eintritt, wenn einem Menschen eine Bewältigung sowohl der inneren (körperlichen und psychischen) als auch äußeren (sozialen und materiellen) Anforderungen gelingt. Gesundheit ist ein Stadium, das einem Menschen Wohlbefinden und Lebensfreude vermittelt."

Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Vermittlung eines gesunden Lebensgefühls, welches bis ins hohe alter als selbstverständlich und Teil des eigenen Lebensweges verstanden wird. Gedankengänge, wie "Ich muss mal ein paar Kilos abnehmen" oder "Ich sollte mal wieder Sport machen" führt lediglich dazu, dass ich punktuell versuche einige wenige und gerade sichtbare Ergebnissen meines Fehlverhaltens zu korrigieren. Viel wichtiger ist es jedoch, dass wir einen Prozess starten, bei dem wir ein grundsätzliches Umdenken in Gang setzen. Es muss selbstverständlich werden, dass ich mich jeden Tag sportlich betätige, dass ich mich gesund ernähre oder dass ich mir Zeit für mich nehme.

Wir möchten diesen Prozess gestalten und Menschen begleiten, die ihn gehen wollen!